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Depressions-Glossar

Interpersonelle Psychotherapie (IPT)

Die Interpersonelle Psychotherapie (IPT) ist ein zeitlich begrenztes psychotherapeutisches Verfahren (12–16 Sitzungen), das speziell für die Behandlung von Depression entwickelt wurde. Sie beruht auf dem Zusammenhang zwischen zwischenmenschlichen Problemen und der Entstehung und Aufrechterhaltung von Depression.

Die IPT arbeitet an einem von vier Schwerpunktbereichen: komplizierte Trauer (Verlust einer wichtigen Person), Rollenkonflikte (Konflikte in wichtigen Beziehungen), Rollenwechsel (Lebensveränderungen wie Scheidung, Ruhestand, Mutterschaft) und interpersonelle Defizite (Schwierigkeiten, Beziehungen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten). Die Therapeutin/der Therapeut hilft der Patientin/dem Patienten zu erkennen, wie zwischenmenschliche Ereignisse die Stimmung beeinflussen und umgekehrt.

Die IPT ist bei Depression ähnlich wirksam wie die KVT und besonders hilfreich, wenn die depressive Episode erkennbar mit einem Lebensereignis oder Beziehungskonflikt zusammenhängt. Sie zählt zudem zu den Erstlinienbehandlungen der Wochenbettdepression.

Praktisches Beispiel

Clara erkrankte nach ihrer Scheidung an einer Depression. In der IPT identifizierte die Therapeutin den „Rollenwechsel" — von verheiratet zu alleinstehend — als Schwerpunktbereich. In 14 Sitzungen verarbeitete Clara die Trauer um die Ehe, definierte ihre Identität neu und verbesserte ihre Fähigkeit, ein neues Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. Parallel dazu besserte sich ihre Stimmung deutlich.

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