Angst · Panik

Panikattacke

Eine Panikattacke ist eine plötzliche, intensive Welle aus Angst und körperlichen Symptomen, die scheinbar aus dem Nichts kommt. Der Körper löst einen Fehlalarm aus — die Kampf-oder-Flucht-Reaktion — obwohl keine reale Gefahr besteht. So heftig sie ist: Sie ist nicht gefährlich und geht vorbei.

Symptome einer Panikattacke

  • Herzrasen oder Herzstolpern
  • Atemnot oder Erstickungsgefühl
  • Zittern oder Schwitzen
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Enge oder Schmerz in der Brust
  • Kribbeln oder Taubheit
  • Gefühl der Unwirklichkeit (Derealisation)
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben

Soforthilfe im Moment der Panik

Länger ausatmen

Atme 4 Sekunden ein und 6 Sekunden aus. Das längere Ausatmen aktiviert das beruhigende Nervensystem und bremst die Panik.

5-4-3-2-1 Erdung

Benenne 5 Dinge, die du siehst, 4 die du fühlst, 3 die du hörst, 2 die du riechst, 1 das du schmeckst. Das holt dich zurück ins Jetzt.

Nicht ankämpfen

Die Empfindungen als Welle akzeptieren, die kommt und geht. Widerstand verstärkt die Angst — Zulassen lässt sie schneller abklingen.

Kälte nutzen

Kaltes Wasser im Gesicht oder Eis in der Hand aktiviert den Tauchreflex und senkt die Herzfrequenz spürbar.

Hilfe im Krisenmoment

Ausgeglichener Geist bietet einen Krisenmodus mit geführter Atmung, Erdungsübungen und beruhigenden Techniken für genau diese Momente. Kostenlos im Browser.

Kostenlos testen

Häufige Fragen

Ist eine Panikattacke gefährlich?

So beängstigend sie sich anfühlt — eine Panikattacke ist nicht körperlich gefährlich. Es ist eine überschießende Alarmreaktion des Körpers (Kampf-oder-Flucht) ohne reale Bedrohung. Die Symptome erreichen meist nach wenigen Minuten ihren Höhepunkt und klingen dann ab.

Wie lange dauert eine Panikattacke?

Die intensivste Phase dauert in der Regel 5–20 Minuten. Danach lassen die Symptome nach, auch wenn eine Anspannung noch länger anhalten kann. Kein Zustand hält ewig — die Welle geht vorbei.

Was tun im Moment der Panik?

Langsam atmen (länger ausatmen als einatmen), sich mit der 5-4-3-2-1-Technik im Hier und Jetzt verankern, sich sagen "Das ist Panik, sie ist unangenehm, aber ungefährlich und geht vorbei". Nicht gegen die Empfindungen ankämpfen — sie kommen und gehen lassen.

Wann sollte ich Hilfe suchen?

Wenn Panikattacken wiederkehren, du Situationen aus Angst vor der nächsten Attacke vermeidest oder dein Alltag darunter leidet. Eine Panikstörung ist gut behandelbar — vor allem mit kognitiver Verhaltenstherapie, bei Bedarf mit Medikamenten.