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Autismus-Glossar

Selbstvertretung bei Autismus (Self-Advocacy)

Selbstvertretung ist die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse, Vorlieben und Rechte zu verstehen und zu kommunizieren sowie diese wirksam zu vertreten. Für autistische Menschen umfasst Selbstvertretung: die eigenen Schwierigkeiten und Stärken zu erkennen, Bedürfnisse nach Anpassungen zu kommunizieren, Diskriminierung zu erkennen und darauf zu reagieren sowie an Entscheidungen über die eigene Behandlung und Bildung teilzuhaben.

Der Aufbau von Selbstvertretung ist ein zentraler Bestandteil der Unterstützung für autistische Jugendliche und Erwachsene — besonders bei Lebensübergängen (Schule zu Ausbildung/Studium/Arbeit, elterliche Fürsorge zu Selbstständigkeit). Von autistischen Menschen selbst geleitete Organisationen sind wichtige Anlaufstellen, etwa das Autistic Self Advocacy Network (ASAN) und vergleichbare Selbstvertretungsorganisationen in Deutschland und Europa.

Wichtig: „Nichts über uns ohne uns" — das Leitmotiv der autistischen Selbstvertretungsbewegung — spiegelt wider, wie wichtig es ist, autistische Stimmen in Forschung, Politik und die Entwicklung von Interventionen einzubeziehen.

💡 Praktisches Beispiel

Sofia hat gelernt, am Arbeitsplatz Anpassungen einzufordern: „Ich bin autistisch und verarbeite schriftliche Kommunikation besser als mündliche. Kann ich Arbeitsanweisungen per E-Mail oder Nachricht statt nur mündlich erhalten?" Diese konkrete, klare Bitte erleichtert es dem Arbeitgeber, Anpassungen vorzunehmen, ohne raten zu müssen, was hilft.

Wissen in die Praxis umsetzen

Ausgeglichener Geist vereint Werkzeuge, die für den autistischen Geist entwickelt wurden.

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