Meltdown
Ein Meltdown ist eine unwillkürliche Reaktion auf Überlastung — sensorisch, kognitiv oder emotional —, bei der die Emotionsregulation vorübergehend vollständig versagt. Er kann sich als intensives Weinen, Schreien, selbstverletzendes Verhalten, Aggressivität oder Verhaltensweisen zeigen, die die Person normalerweise nicht zeigen würde. Er unterscheidet sich grundlegend von einem Wutanfall: Er ist nicht strategisch, hat kein soziales Ziel, und die Person hat keine willentliche Kontrolle darüber.
Während eines Meltdowns ist die Fähigkeit, komplexe Sprache zu verarbeiten, logisch zu denken und Verhalten zu regulieren, erheblich beeinträchtigt — das Überlebenssystem übernimmt die Kontrolle. Versuche zu trösten, zu befragen oder zu maßregeln, verstärken die Intensität während eines Meltdowns häufig.
Nach dem Meltdown erlebt die Person oft Erschöpfung, Scham und Schwierigkeiten, sich an die Episode zu erinnern (einen „autistischen Kater"). Auslöser zu erkennen und präventiv einzugreifen, ist der wirksamste Ansatz.
💡 Praktisches Beispiel
Nach Stunden in einem Einkaufszentrum mit sensorischer Überlastung (Lärm, Licht, Menschenmenge) hat Pedro auf der Rückfahrt im Auto einen Meltdown: Er weint intensiv, schlägt sich selbst gegen den Kopf, kann keine Fragen beantworten. Seine Eltern haben gelernt, ihm Raum zu geben, Reize zu reduzieren und abzuwarten — und künftig kürzere Ausflüge zu planen.
Wissen in die Praxis umsetzen
Ausgeglichener Geist vereint Werkzeuge, die für den autistischen Geist entwickelt wurden.
Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.
Kostenlos starten