ASS — Autismus-Spektrum-Störung
Die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine neurologische Entwicklungsform, die durch Unterschiede in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie durch eingeschränkte und repetitive Muster von Verhalten, Interessen und Aktivitäten gekennzeichnet ist. Das Wort „Spektrum" spiegelt die große Bandbreite wider, in der sich Autismus zeigen kann — von Menschen mit flüssiger verbaler Kommunikation und selbstständigem Leben bis zu Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in allen Lebensbereichen.
Im DSM-5 ersetzte die ASS frühere Diagnosen wie den klassischen Autismus, das Asperger-Syndrom und die tiefgreifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnet — alle sind heute unter der ASS zusammengefasst. Die Unterstützungsstufen (1, 2, 3) beschreiben das Ausmaß der benötigten Unterstützung — nicht den „Schweregrad" des Autismus an sich.
Aktuelle Schätzungen (CDC, 2023) gehen von einer Prävalenz von etwa 1 von 36 Kindern in den USA aus. In Deutschland variieren die Schätzungen mangels belastbarer epidemiologischer Daten, die Prävalenz dürfte aber ähnlich hoch liegen.
💡 Praktisches Beispiel
ASS Grad 1 (früher „Asperger"): benötigt minimale Unterstützung, meist flüssige verbale Kommunikation, eher subtile Schwierigkeiten in der sozialen Gegenseitigkeit. ASS Grad 3: benötigt sehr umfangreiche Unterstützung, verbale Kommunikation kann stark eingeschränkt oder nicht vorhanden sein, repetitive Verhaltensweisen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit erheblich.
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