Förderplan (individueller Förderplan)
Der individuelle Förderplan ist ein Dokument, das konkrete Bildungsziele, Anpassungen und Unterstützungsleistungen für Schüler:innen mit besonderem Förderbedarf festlegt. In Deutschland regelt das SGB IX (Sozialgesetzbuch IX — Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen) den Anspruch auf Eingliederungshilfe und inklusive Beschulung für Kinder mit Autismus; da Bildung in die Zuständigkeit der Bundesländer fällt, unterscheiden sich Bezeichnung und konkrete Umsetzung des Förderplans regional.
Der Förderplan sollte gemeinsam von Schule, Familie und, wenn möglich, dem Kind oder Jugendlichen selbst entwickelt werden. Er sollte festhalten: die aktuellen Fähigkeiten des Kindes, kurz- und langfristige Ziele, benötigte Unterstützungsleistungen (Logopädie, Ergotherapie, Psychologie), Anpassungen und Nachteilsausgleiche (zusätzliche Zeit, angepasster Prüfungsort, Einsatz von AAC) sowie Häufigkeit und Form der Fortschrittsbewertung.
In Deutschland ist das Recht auf inklusive Beschulung gesetzlich verankert, die tatsächliche Umsetzung ist jedoch uneinheitlich — mit erheblichen Unterschieden zwischen Bundesländern, Kommunen und einzelnen Schulen.
💡 Praktisches Beispiel
Caios Förderplan umfasst: Kommunikationsziele (mehr spontane AAC-Nutzung), schulische Nachteilsausgleiche (zusätzliche Zeit bei Prüfungen, angepasste Aufgaben), Unterstützung durch eine Schulbegleitung im Unterricht, wöchentliche Logopädie in der Schule und einen vierteljährlichen Fortschrittsbericht für die Familie.
Wissen in die Praxis umsetzen
Ausgeglichener Geist vereint Werkzeuge, die für den autistischen Geist entwickelt wurden.
Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.
Kostenlos starten