DIR/Floortime
DIR/Floortime ist ein von Dr. Stanley Greenspan entwickelter Interventionsansatz für Autismus, der auf dem Modell Developmental, Individual-difference, Relationship-based (DIR) beruht. „Floortime" ist die zentrale Technik: Die erwachsene Person begibt sich buchstäblich auf den Boden, folgt der Führung des Kindes, tritt in dessen Welt ein und baut wechselseitige Interaktionen ausgehend von den Interessen und Initiativen des Kindes auf.
Ziel ist nicht, bestimmte Verhaltensweisen zu vermitteln, sondern die Entwicklung funktionaler emotionaler und beziehungsbezogener Fähigkeiten zu fördern — Verbindung, wechselseitige Kommunikation, gemeinsame Problemlösung und symbolisches Denken. Es handelt sich um einen beziehungs- und entwicklungsorientierten Ansatz im Gegensatz zum verhaltensbasierten ABA.
Floortime verfügt über erste Wirksamkeitsnachweise, insbesondere bei Maßen zu Beziehungsentwicklung und Kommunikation. In der Neurodiversitäts-Community wird es aufgrund seiner Philosophie, „dem Kind zu folgen", anstatt Verhalten an äußere Normen anzupassen, breit akzeptiert.
💡 Praktisches Beispiel
Marta macht Floortime mit ihrem autistischen Sohn, der gerade Spielzeugautos aufreiht. Statt ihn umzulenken, macht sie mit — reiht Autos neben seinen auf und tritt so in seine Welt ein. Als er sie neugierig ansieht, baut sie eine kleine Variation ein. Dieser Moment gemeinsamer Aufmerksamkeit ist der Beginn wechselseitiger Kommunikation.
Wissen in die Praxis umsetzen
Ausgeglichener Geist vereint Werkzeuge, die für den autistischen Geist entwickelt wurden.
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