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Angst-Glossar

PTBS — Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelt sich als Reaktion auf ein traumatisches Ereignis (real oder angedroht), das Tod, schwere Verletzung oder sexualisierte Gewalt beinhaltet — direkt erlebt, als Zeugin oder Zeuge, oder durch den Bericht einer nahestehenden Person. Nicht jede Person, die einem Trauma ausgesetzt ist, entwickelt eine PTBS; Resilienzfaktoren, soziale Unterstützung und Merkmale des Traumas beeinflussen das Risiko.

Die vier Symptomgruppen der PTBS: Intrusion (Flashbacks, Albträume, Belastung durch Erinnerungsreize), Vermeidung (von Gedanken, Gefühlen oder äußeren Erinnerungsreizen), negative Veränderungen von Kognition und Stimmung (anhaltende negative Überzeugungen, Schuldgefühle, negativer Affekt, Anhedonie) und Übererregung (Hypervigilanz, übertriebene Schreckreaktion, Schlafstörungen, Reizbarkeit).

Behandlungen mit der stärksten Evidenz: traumafokussierte KVT (TF-KVT, kognitive Verarbeitungstherapie), EMDR und Pharmakotherapie mit SSRI.

💡 Praktisches Beispiel

Nach einem bewaffneten Überfall entwickelt Maria eine PTBS: Sie meidet das Viertel, in dem sie überfallen wurde, hat aufdringliche Flashbacks, ist ständig „auf der Hut" und hat häufige Albträume. Die PTBS unterscheidet sich von einer normalen Stressreaktion durch ihre Persistenz (über einen Monat) und die erhebliche Beeinträchtigung, die sie verursacht.

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