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Angst-Glossar

Soziale Phobie — Soziale Angststörung

Die Soziale Phobie (Fachbegriff: Soziale Angststörung) ist die intensive und anhaltende Angst vor sozialen Situationen, in denen die Person von anderen beobachtet, bewertet oder negativ beurteilt werden könnte. Im Zentrum steht die Angst, sich blamabel zu verhalten, die eigene Angst sichtbar zu zeigen oder sozial unangemessen zu wirken.

Die Störung beeinträchtigt soziales, schulisches und berufliches Leben erheblich und führt häufig zur Vermeidung sozialer Situationen. Sie zählt zu den am weitesten verbreiteten Angststörungen — etwa 12 % der Bevölkerung sind irgendwann im Leben betroffen — und beginnt häufig bereits im Jugendalter.

Die Behandlung umfasst KVT mit schrittweiser Exposition gegenüber sozialen Situationen, Training sozialer Kompetenzen sowie SSRI, wenn pharmakologisch indiziert.

💡 Praktisches Beispiel

Anna vermeidet Präsentationen auf der Arbeit, kann in der Öffentlichkeit nicht essen und lehnt Einladungen zu Feiern ab — nicht weil sie nicht interagieren möchte, sondern weil die Angst, negativ beurteilt zu werden, stärker ist als der Wunsch daran teilzunehmen.

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