Schulische Leistungsangst
Schulische Leistungsangst ist die übermäßige Angst im Zusammenhang mit schulischen Bewertungssituationen — Prüfungen, Hausaufgaben, Präsentationen, und häufig dem schulischen Umfeld insgesamt. Sie ist bei Kindern und Jugendlichen sehr verbreitet und kann Leistung, Lernen und Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
Zu den Risikofaktoren zählen: familiärer oder schulischer Leistungsdruck, vergangene Misserfolgserfahrungen, die sehr negativ bewertet wurden, Perfektionismus und nicht diagnostizierte Lernschwierigkeiten (wie ADHS oder Legasthenie), die das schulische Umfeld objektiv erschweren.
Warnzeichen: häufige körperliche Beschwerden (Bauch-, Kopfschmerzen) an Prüfungstagen, Weinen vor Bewertungen, „Blackout" während Prüfungen trotz Beherrschung des Stoffs, oder Verweigerung, zur Schule zu gehen.
💡 Praktisches Beispiel
Paul lernt viel und beherrscht den Stoff, wird während Prüfungen aber so ängstlich, dass sein Kopf leer wird und seine Leistung nicht widerspiegelt, was er weiß. Das verstärkt die Überzeugung, dass er „die Prüfung vermasseln" wird — was die Erwartungsangst vor der nächsten Prüfung erhöht.
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