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Angst-Glossar

Panikstörung

Die Panikstörung ist gekennzeichnet durch wiederkehrende, unerwartete Panikattacken, gefolgt von mindestens einem Monat anhaltender Sorge, eine weitere Attacke zu erleiden, bedeutsamen Verhaltensänderungen im Zusammenhang mit den Attacken, oder beidem. Sie unterscheidet sich vom bloßen Erleben von Panikattacken — die bei jeder Angststörung auftreten können — durch die Unvorhersehbarkeit der Attacken und die Entwicklung einer spezifischen Erwartungsangst.

Viele Menschen mit Panikstörung entwickeln eine Agoraphobie — das Vermeiden von Situationen, in denen eine Flucht schwierig oder Hilfe im Falle einer Attacke nicht verfügbar wäre. Unbehandelt kann die Panikstörung zu einer fortschreitenden Einschränkung des Lebens führen.

Die Erstlinienbehandlung ist die KVT mit interozeptiven Expositionstechniken (das Erlernen, die mit der Panik verbundenen körperlichen Empfindungen zu tolerieren, ohne in den Panikkreislauf zu geraten), kombiniert mit Pharmakotherapie, wenn diese indiziert ist.

💡 Praktisches Beispiel

Jonas hatte seine erste Panikattacke ohne Vorwarnung in der U-Bahn. Wochen später sorgt er sich immer noch, eine weitere zu bekommen, meidet inzwischen öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufszentren und andere volle Orte — und überprüft ständig seine körperlichen Symptome aus Angst vor einem Anzeichen einer neuen Attacke.

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