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Angst-Glossar

Atemtechniken bei Angst

Atemtechniken sind Interventionen, die auf der Beziehung zwischen Atmung und autonomem Nervensystem beruhen. Langsame, zwerchfellbasierte (bauchbetonte) Atmung aktiviert den Vagusnerv und den Parasympathikus — die „Ruhe-und-Verdauungs"-Reaktion, die der Stressreaktion entgegenwirkt.

Die am besten untersuchten Techniken: die 4-7-8-Atmung (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen), Zwerchfellatmung (mit dem Bauch statt der Brust atmen), Box-Atmung (4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 4 Sekunden ausatmen, 4 Sekunden halten) und Herzkohärenz (regelmäßiges Ein- und Ausatmen im Rhythmus von jeweils 5 Sekunden über 5 Minuten). Alle bewirken innerhalb weniger Minuten eine messbare Senkung von Herzfrequenz und Angst.

Regelmäßige Übung (nicht nur in Krisenmomenten) ist wirksamer — sie schafft eine Fähigkeit, auf die leichter zugegriffen werden kann, wenn die Angst hoch ist.

💡 Praktisches Beispiel

Vor einer wichtigen Präsentation übt Karl 5 Minuten Box-Atmung: Er atmet zählend bis 4 ein, hält 4, atmet 4 aus, hält 4 — und wiederholt das. Sein Herz beruhigt sich, die Hände hören auf zu zittern, und er betritt den Raum in einem physiologischen Zustand, der der Leistung besser zuträglich ist.

Setzen Sie dieses Wissen in die Praxis um

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