Start/Angst-Glossar/Autonomes Nervensystem
Angst-Glossar

Autonomes Nervensystem

Das autonome Nervensystem (ANS) steuert unwillkürliche Körperfunktionen — Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung, Verdauung, Temperatur. Es besteht aus zwei Hauptzweigen mit gegensätzlichen Funktionen: dem Sympathikus (aktiviert die Stress-/Alarmreaktion) und dem Parasympathikus (fördert Ruhe, Verdauung, Erholung).

Bei Angst überwiegt der Sympathikus chronisch — der Körper befindet sich in einem anhaltenden Alarmzustand. Die Aktivierung des Parasympathikus (durch langsames Atmen, leichte Bewegung, positive soziale Kontakte) ist der Mechanismus, über den viele Entspannungstechniken wirken — sie „schalten" die Stressreaktion buchstäblich ab.

Der Vagusnerv, wichtigster Bestandteil des Parasympathikus, verbindet das Gehirn mit den inneren Organen und ist Ziel von Interventionen wie der Vagusnervstimulation (VNS) bei therapieresistenten Störungen. Atemtechniken, die den Vagusnerv aktivieren (längeres Ausatmen als Einatmen), sind eine Art „Hack" des autonomen Nervensystems.

💡 Praktisches Beispiel

Wenn Sie 4 Sekunden einatmen und 6-8 Sekunden ausatmen, aktivieren Sie aktiv den Parasympathikus des autonomen Nervensystems — das erklärt, warum Zwerchfellatmung Angst innerhalb weniger Minuten reduziert.

Setzen Sie dieses Wissen in die Praxis um

Ausgeglichener Geist bündelt die Werkzeuge, die Sie brauchen, um Angst im Alltag zu bewältigen.

Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.

Kostenlos starten