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Angst-Glossar

Cortisol

Cortisol ist das wichtigste Stresshormon, das von der Nebennierenrinde als Reaktion auf Stressfaktoren produziert und über die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse) reguliert wird. In Gefahrensituationen mobilisiert Cortisol Energie, unterdrückt vorübergehend die Immunantwort, schärft die Aufmerksamkeit und bereitet den Körper auf Handeln vor. In normalen Mengen ist es lebensnotwendig.

Bei chronischer Angst wird Cortisol dauerhaft im Übermaß produziert — mit weitreichenden Folgen: kognitive Beeinträchtigung (insbesondere von Gedächtnis und Entscheidungsfindung), chronische Immunsuppression, Gewichtsveränderungen, Herz-Kreislauf-Probleme und paradoxerweise eine Zunahme der Angst (wodurch ein Kreislauf aus Angst → Cortisol → mehr Angst entsteht).

Die Messung von Speichel- oder Urincortisol gehört zur Diagnostik chronischen Stresses. Interventionen, die Cortisol senken, umfassen regelmäßige Bewegung, ausreichenden Schlaf, Achtsamkeit und positive soziale Kontakte.

💡 Praktisches Beispiel

Menschen mit GAS weisen morgens häufig erhöhte Cortisolwerte auf (wenn die Ausschüttung natürlicherweise am höchsten ist) — was das klassische „schon ängstlich aufwachen" erklären kann, bei dem besorgte Gedanken bereits beim Aufwachen aktiv sind, bevor überhaupt ein reales Problem des Tages auftritt.

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