GAS — Generalisierte Angststörung
Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist gekennzeichnet durch übermäßige, anhaltende und schwer kontrollierbare Sorgen über zahlreiche Lebensbereiche (Arbeit, Gesundheit, Familie, Finanzen, alltägliche Ereignisse) über mindestens sechs Monate. Die Sorge ist unverhältnismäßig, schwer zu steuern und geht mit mindestens drei körperlichen Symptomen einher: Muskelverspannung, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder innere Unruhe.
Die GAS gehört zu den häufigsten Angststörungen — etwa 5-6 % der Bevölkerung sind irgendwann im Leben betroffen — und beeinträchtigt das Alltagsfunktionieren erheblich. Sie wird häufig unterdiagnostiziert, weil viele Betroffene sie als „von Natur aus ein Sorgenmensch zu sein" erleben, ohne sie als behandelbare Erkrankung zu erkennen.
Die wirksamste Behandlung kombiniert KVT (insbesondere kognitive Umstrukturierung und Techniken zur Toleranz gegenüber Ungewissheit) mit Pharmakotherapie (SSRI oder SNRI als erste Wahl).
💡 Praktisches Beispiel
Maria hat eine GAS: Sie sorgt sich ständig um die schulischen Leistungen ihrer Kinder, um die Familienfinanzen, um die Gesundheit jedes Familienmitglieds — und sobald sich eine Sorge auflöst, nimmt sofort eine andere ihren Platz ein. Sie weiß, dass sie sich „zu viel" sorgt, kann aber nicht damit aufhören — was sie um den Schlaf bringt und sie dauerhaft angespannt hält.
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