Agoraphobie
Agoraphobie ist die Angst vor oder Vermeidung von Situationen, in denen eine Flucht schwierig wäre oder im Falle von Panik oder anderen beeinträchtigenden Symptomen keine Hilfe verfügbar wäre. Typische Situationen: öffentliche Verkehrsmittel, offene Plätze, geschlossene Räume, Warteschlangen, Menschenmengen oder allein das Haus verlassen.
Agoraphobie entwickelt sich häufig im Anschluss an eine Panikstörung — die Person beginnt, Situationen zu meiden, in denen sie eine Panikattacke ohne Fluchtmöglichkeit oder Hilfe befürchtet. Sie kann aber auch unabhängig davon auftreten. In schweren Fällen kann die Person völlig ans Haus gebunden sein — unfähig, es zu verlassen.
Die Behandlung besteht aus graduelle Exposition gegenüber den gemiedenen Situationen, häufig kombiniert mit der Behandlung einer zugrunde liegenden Panikstörung, sofern vorhanden.
💡 Praktisches Beispiel
Nach Panikattacken in der U-Bahn hörte Karl auf, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, begann dann jeden vollen Ort zu meiden, mied es anschließend, allein aus dem Haus zu gehen, und blieb schließlich vollständig zuhause — die Agoraphobie schritt durch die Generalisierung der Vermeidung fort.
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