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Angst-Glossar

Angst am Arbeitsplatz

Angst am Arbeitsplatz ist die Angst, die spezifisch mit dem beruflichen Umfeld verbunden ist — Angst vor der Beurteilung durch Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte, Leistungsangst, Schwierigkeiten bei Besprechungen oder Präsentationen, Prokrastination aus Angst zu scheitern, oder Sorge um die Arbeitsplatzsicherheit. Sie ist äußerst verbreitet und zählt zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Gesundheit.

Angst am Arbeitsplatz kann Ausdruck einer GAS sein (generalisierte Sorge, die auch die Arbeit einschließt), sozialer Angst (Angst vor Beurteilung im beruflichen Kontext), Leistungsangst (Angst, Erwartungen nicht zu erfüllen) oder Burnout (Erschöpfung mit einer angstbezogenen Komponente).

Die Unternehmenskultur spielt dabei eine bedeutende Rolle — Umgebungen mit hohen Anforderungen, wenig Kontrolle, geringer Anerkennung und schlechter Kommunikation sind Risikofaktoren für Angst. Sowohl individuelle Interventionen (KVT, Stressmanagement-Techniken) als auch organisatorische Maßnahmen (Arbeitsgestaltung, Führung) sind notwendig.

💡 Praktisches Beispiel

Franziska ist kompetent, verbringt aber ihre Sonntage ängstlich mit Gedanken an die kommende Arbeitswoche, vermeidet es, ihrem Chef Nachrichten zu schreiben aus Angst zu stören, und verzögert die Abgabe von Projekten aus Angst, sie seien nicht „gut genug" — obwohl sie durchweg positives Feedback erhält.

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