Wenn Sie sich gerade in einer Krise befinden, rufen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 an (kostenlos, rund um die Uhr) oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme.
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Depressions-Glossar

Suizidgedanken

Suizidgedanken bezeichnen Gedanken an Suizid, deren Intensität variiert: von passiven Gedanken („Ich wollte, ich würde nicht mehr existieren", „Es wäre besser, wenn ich einfach nicht mehr aufwachen würde") bis hin zu aktiven Gedanken (mit Plan, Absicht und Zugang zu Mitteln). Es handelt sich um ein Symptom — nicht um einen Charakterzug —, das immer klinisch abgeklärt werden muss, wenn es vorliegt.

Wichtig ist die Unterscheidung: passive Suizidgedanken (Todeswunsch ohne Plan) sind deutlich häufiger und weniger unmittelbar gefährlich als aktive Suizidgedanken (mit Plan und Absicht). Beide verdienen klinische Aufmerksamkeit, aktive Suizidgedanken stellen jedoch einen psychiatrischen Notfall dar.

Entgegen einem verbreiteten Mythos erhöht das Ansprechen von Suizidalität das Risiko NICHT — Studien zeigen, dass das offene Ansprechen des Themas die betroffene Person entlastet und Raum für Hilfe schafft. Wenn Sie selbst oder eine nahestehende Person Suizidgedanken hat: Die Telefonseelsorge ist unter 0800 111 0 111 kostenlos und rund um die Uhr erreichbar, alternativ die nächste Notaufnahme aufsuchen.

In der Behandlung hat Sicherheit oberste Priorität — das kann die Prüfung des Zugangs zu Mitteln (Entfernen von Medikamenten, Waffen), einen schriftlichen Sicherheitsplan, häufigeren Kontakt zur Therapeutin/zum Therapeuten und in schweren Fällen eine stationäre Aufnahme umfassen.

Praktisches Beispiel

Sandra hat häufig Gedanken wie „ich möchte einfach verschwinden" und stellt sich manchmal vor, wie es wäre, nicht mehr aufzuwachen. Sie hat keinen konkreten Plan, aber diese Gedanken belasten sie. Das sind passive Suizidgedanken — ernst genug, um mit dem Psychiater besprochen zu werden, der die Behandlung anpassen und gemeinsam mit ihr einen Sicherheitsplan erstellen kann.

Wenn Sie sich gerade in einer Krise befinden

Rufen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 an (kostenlos, rund um die Uhr) oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme. Sie müssen das nicht allein durchstehen.

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