Start/Angst-Glossar/Krankheitsangst (Hypochondrie)
Angst-Glossar

Krankheitsangst (Hypochondrie)

Im DSM-5 wurde die frühere Hypochondrie in zwei Diagnosen unterteilt: die Krankheitsangststörung (Sorge, eine schwere Krankheit zu haben, bei wenigen oder keinen körperlichen Symptomen) und die somatische Belastungsstörung (übermäßiges Leiden aufgrund vorhandener körperlicher Symptome). Beide beinhalten eine unverhältnismäßige Sorge um die eigene Gesundheit.

Krankheitsangst umfasst die katastrophisierende Deutung normaler körperlicher Empfindungen, übermäßige Suche nach ärztlicher Rückversicherung, zwanghaftes Kontrollieren des eigenen Körpers und intensive Recherche zu Symptomen. Sie wird durch dieselben Mechanismen wie die Zwangsstörung aufrechterhalten — Kontrollieren und die Suche nach Rückversicherung lindern kurzfristig, verstärken aber den Kreislauf.

Die Behandlung (KVT) zielt darauf ab, Kontroll- und Rückversicherungsverhalten zu reduzieren und die Interpretation normaler körperlicher Empfindungen neu zu gestalten.

💡 Praktisches Beispiel

Jedes Mal, wenn Clara Kopfschmerzen hat, sucht sie im Internet nach den Symptomen (findet immer einen Tumor oder ein Aneurysma als Möglichkeit), ruft die Ärztin an, lässt Untersuchungen durchführen, erhält ein normales Ergebnis, ist einige Tage beruhigt — und wenn das nächste Symptom auftritt, beginnt der Kreislauf von Neuem.

Setzen Sie dieses Wissen in die Praxis um

Ausgeglichener Geist bündelt die Werkzeuge, die Sie brauchen, um Angst im Alltag zu bewältigen.

Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.

Kostenlos starten