Automatische Gedanken
Automatische Gedanken sind spontane, schnelle und häufig unbewusste Gedanken, die als Reaktion auf Situationen auftreten — unmittelbare Interpretationen der Erfahrung, die direkt die Emotionen beeinflussen. Bei Angst neigen automatische Gedanken dazu, bedrohlich, pessimistisch und verzerrt zu sein, werden jedoch als offensichtliche Wahrheiten erlebt.
Das Konzept wurde von Aaron Beck entwickelt und ist zentral für die KVT. Automatische Gedanken unterscheiden sich von Grundüberzeugungen (tieferliegenden Überzeugungen über sich selbst, die Welt und die Zukunft) — sie sind das „Produkt" von Grundüberzeugungen, angewandt auf konkrete Situationen.
Der erste Schritt in der KVT besteht darin, automatische Gedanken bewusst zu machen — viele Menschen erleben Angst, ohne die konkreten Gedanken zu bemerken, die sie nähren. Das Gedankenprotokoll (Situation → Emotion → automatischer Gedanke) ist das zentrale diagnostische Werkzeug.
💡 Praktisches Beispiel
Situation: eine E-Mail vom Chef erhalten, die um ein dringendes Gespräch bittet. Emotion: intensive Angst. Identifizierter automatischer Gedanke: „Ich werde gekündigt" — der automatisch auftaucht, noch bevor andere mögliche Gründe für das Gespräch in Betracht gezogen werden.
Setzen Sie dieses Wissen in die Praxis um
Ausgeglichener Geist bündelt die Werkzeuge, die Sie brauchen, um Angst im Alltag zu bewältigen.
Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.
Kostenlos starten