Risikofaktoren für Depression
Risikofaktoren sind Merkmale oder Umstände, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine Depression zu entwickeln — ohne dass sie garantiert eintritt. Depression entsteht durch das Zusammenspiel biologischer, psychologischer und umweltbedingter Faktoren (biopsychosoziales Modell).
Wichtige Risikofaktoren: familiäre Vorbelastung mit Depression (Erblichkeit von 30–40 %); weibliches Geschlecht (Depression wird bei Frauen doppelt so häufig diagnostiziert — Männer zeigen sie jedoch häufiger in maskierter Form); belastende Erfahrungen in der Kindheit (Missbrauch, Vernachlässigung, frühe Verluste); chronischer Stress oder belastende Lebensereignisse; chronische Erkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Schmerzen); Substanzgebrauch oder -entzug; soziale Isolation; ausgeprägter Perfektionismus und Selbstkritik; frühere depressive Episoden (jede Episode erhöht das Risiko der nächsten).
Die eigenen Risikofaktoren zu kennen ermöglicht präventive Maßnahmen und ein frühzeitiges Erkennen von Symptomen.
Praktisches Beispiel
Zu Beginn einer präventiven Therapie erkannte Ana, dass sie mehrere Risikofaktoren aufwies: familiäre Vorbelastung mit Depression, eine schwierige Kindheit und eine Neigung zum Perfektionismus. Sie befand sich nicht in einer Episode, aber die vorbeugende Arbeit an diesen Faktoren — insbesondere der Selbstkritik — würde die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Episode verringern.
Setzen Sie dieses Wissen in die Praxis um
Ausgeglichener Geist bündelt Werkzeuge für den Alltag — Stimmungstagebuch, Stimmungs-Tracking und Krisenmodus.
Funktioniert direkt im Browser — nichts zu installieren.
Kostenlos starten