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Angst-Glossar

ACT — Akzeptanz- und Commitment-Therapie

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist ein Ansatz der „dritten Welle" der Verhaltenstherapie, der sich darauf konzentriert, schwierige Gedanken und Emotionen zu akzeptieren, statt gegen sie anzukämpfen, während man gleichzeitig in Richtung persönlicher Werte handelt. Sie unterscheidet sich von der klassischen KVT dadurch, dass sie nicht versucht, den Inhalt der Gedanken zu verändern, sondern die Beziehung der Person zu ihnen.

Sechs zentrale Prozesse der ACT: Akzeptanz (schwierige innere Erfahrungen willkommen heißen), kognitive Defusion (Gedanken als mentale Ereignisse beobachten, nicht als Wahrheiten), Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment (Achtsamkeit), Selbst als Kontext (stabile beobachtende Perspektive), Werte (was wirklich zählt) und engagiertes Handeln (in Richtung der Werte handeln).

Die ACT verfügt über wachsende Evidenz bei Angst, Depression, chronischen Schmerzen und weiteren Erkrankungen. Sie ist besonders hilfreich, wenn der Kampf gegen Gedanken und Emotionen einen zentralen Teil des Problems ausmacht.

💡 Praktisches Beispiel

Statt zu versuchen, den Gedanken „ich bin zu ängstlich" loszuwerden, lernt die Person in der ACT „Defusion": den Gedanken zu beobachten als „ich habe gerade den Gedanken, dass ich zu ängstlich bin" — was Distanz schafft, die die emotionale Wirkung verringert, ohne den Inhalt des Gedankens verändern zu müssen.

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