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ADHS-Glossar

Exekutivfunktionen

Exekutivfunktionen sind eine Gruppe hochrangiger kognitiver Fähigkeiten, die hauptsächlich vom präfrontalen Kortex gesteuert werden. Dazu gehören: Planung und Organisation, Arbeitsgedächtnis, Inhibitionskontrolle (Impulse zurückhalten), kognitive Flexibilität, Emotionsregulation, Aufgabeninitiierung und die Überwachung der eigenen Leistung.

ADHS ist im Kern eine Störung der Exekutivfunktionen — deshalb kann eine Person durchaus normal oder überdurchschnittlich intelligent sein und trotzdem massive Schwierigkeiten mit Alltagsaufgaben haben, die Organisation, Planung und Selbstkontrolle erfordern. Allgemeine Intelligenz und Exekutivfunktionen sind im Gehirn relativ unabhängige Fähigkeiten.

Wer ADHS als exekutives Defizit versteht, erkennt leichter, warum externe Unterstützungsstrategien (Checklisten, Erinnerungen, Organisationssysteme, Accountability-Partner) so wirksam sind: Sie kompensieren im Umfeld, was das Gehirn nicht automatisch leistet.

💡 Praktisches Beispiel

Eine Person mit ADHS kann genau wissen, was zu tun ist (die Reise planen, Unterlagen ordnen, den Bericht fertigstellen), aber unfähig sein, diese Absicht in Handlung umzusetzen — das ist ein exekutives Defizit.

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