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ADHS-Glossar

Methylphenidat

Methylphenidat ist das weltweit am häufigsten verschriebene stimulierende ADHS-Medikament. Es ist der Wirkstoff von Präparaten wie Ritalin, Medikinet und Concerta. Es blockiert die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin an den Synapsen und erhöht so deren Verfügbarkeit in den präfrontalen Hirnregionen.

Der therapeutische Effekt ist bei den meisten Betroffenen deutlich spürbar: bessere Konzentration, weniger Impulsivität, klarere Gedankenorganisation und eine größere Fähigkeit, Aufgaben zu beginnen und abzuschließen. Etwa 70 % der Menschen mit ADHS sprechen gut auf Methylphenidat an.

Es unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und darf nur auf einem speziellen Betäubungsmittelrezept verordnet werden. Bei korrekter Anwendung im Rahmen der ADHS-Behandlung führt es nicht zu Abhängigkeit. Häufige Nebenwirkungen sind verminderter Appetit, Einschlafprobleme bei später Einnahme und bei manchen Personen ein leichter Anstieg des Blutdrucks.

💡 Praktisches Beispiel

Viele Erwachsene mit ADHS beschreiben den Beginn der Methylphenidat-Behandlung so, als würden sie "zum ersten Mal in High Definition sehen" — die Fähigkeit zu fokussieren, die immer unerreichbar schien, steht plötzlich zur Verfügung.

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