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ADHS-Glossar

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die Kognitive Verhaltenstherapie ist ein strukturierter psychotherapeutischer Ansatz, der die Wechselwirkung zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten bearbeitet. Bei ADHS wird die KVT gezielt an die exekutiven Schwierigkeiten angepasst: Organisation, Planung, Zeitmanagement, Prokrastination und Emotionsregulation.

Die KVT bei ADHS zielt nicht darauf ab, die Störung zu "heilen", sondern kompensatorische Fähigkeiten aufzubauen und dysfunktionale Denkmuster zu verändern, die sich über Jahre eines Lebens mit unbehandeltem ADHS entwickelt haben — vor allem intensive Selbstkritik, lähmender Perfektionismus und die Überzeugung, "weniger wert" zu sein als andere.

Studien zeigen, dass die Kombination aus KVT und Medikation wirksamer ist als jeder der beiden Ansätze allein — insbesondere bei Erwachsenen mit ADHS. In Deutschland wird KVT als Richtlinienverfahren von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen und ist über eine fachärztliche oder psychotherapeutische Praxis zugänglich.

💡 Praktisches Beispiel

In der KVT für ADHS lernt eine Patientin, den Gedanken "ich schaffe es nicht, diese Aufgabe anzufangen" als Signal zu erkennen, die Aufgabe in kleinere Schritte zu zerlegen — statt ihn als Beweis der eigenen Unfähigkeit zu deuten.

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