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Autismus

Was ist Stimming?

Stimming (Selbststimulation) sind repetitive Verhaltensweisen — Wippen, Handflattern, auf Gegenständen kauen, Geräusche machen —, die das Nervensystem regulieren. Sie sind natürlich und für autistische Menschen sowie Menschen mit ADHS oft notwendig.

Stimming ist die Kurzform von „self-stimulatory behavior" — selbststimulierendem Verhalten. Dazu zählen: den Körper wippen, mit den Händen flattern (Hand-Flapping), hüpfen, sich wiederholende Geräusche machen, auf Gegenständen oder den Händen kauen, Haare wickeln, mit den Fingern trommeln, im Kreis gehen, Wörter oder Laute wiederholen (Echolalie).

Warum das passiert: Das Nervensystem autistischer Menschen und von Menschen mit ADHS verarbeitet Reize anders. Stimming reguliert diese Verarbeitung — es kann die Stimulation erhöhen, wenn die Umgebung zu wenig Reize bietet, oder das innere Chaos bei Überlastung reduzieren. Es ist eine Form der Selbstregulation.

Ist Stimming problematisch? Meistens nicht. Stimming ist nur problematisch, wenn es körperlichen Schaden verursacht (Selbstverletzung) oder wichtige Aktivitäten deutlich beeinträchtigt. Stimming gewaltsam zu unterdrücken kann Angst verstärken und Schaden verursachen — die Energie, die für die Unterdrückung aufgewendet wird, geht nirgendwo hin.

Die Neurodiversitätsbewegung setzt sich für das Recht auf Stimming in sicheren Räumen ein. Umgebungen, die etwas Stimming zulassen, sind für autistische Menschen gesünder als Umgebungen, die vollständige Unterdrückung verlangen.

Stimming ist nicht auf Autismus beschränkt — auch Menschen mit ADHS, Angst und neurotypische Menschen stimmen (auf dem Stift kauen, mit den Fingern trommeln, mit dem Bein wippen).

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