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Autismus

Was ist ein autistischer Meltdown?

Ein Meltdown ist eine unwillkürliche Reaktion auf Überlastung — kein Wutanfall. Während eines Meltdowns versagt die emotionale Regulation vollständig. Die Person hat keine willentliche Kontrolle und braucht Sicherheit und Reizreduktion, keine Strafe.

Ein Meltdown ist eine automatische Reaktion des Nervensystems auf Überlastung — sensorisch, kognitiv oder emotional —, bei der die Fähigkeit zur emotionalen Regulation vorübergehend überfordert ist. Das kann sich in intensivem Weinen, Schreien, selbstverletzendem Verhalten, Aggression oder körperlichem Zusammenbruch äußern.

Was ein Meltdown NICHT ist: — Kein Wutanfall: Ein Wutanfall ist absichtsvoll und strategisch (um etwas zu erreichen). Ein Meltdown hat kein Ziel. — Kein Charakterfehler: Es ist eine neurobiologische Reaktion auf Überlastung. — In dem Moment nicht durch Willenskraft steuerbar: Während eines Meltdowns ist der rationale Teil des Gehirns praktisch offline.

Was während eines Meltdowns hilft: — die körperliche Sicherheit der Person gewährleisten — Reize reduzieren: Lärm, Licht, Bewegung, Menschen — nicht versuchen, zu argumentieren, zu erklären, zu bestrafen oder verbal zu trösten — Raum geben und abwarten — bei Bedarf minimale, ruhige Kommunikation verwenden

Was zur Vorbeugung hilft: — die individuellen Auslöser der Person erkennen (Art der Überlastung) — das Energie-/Stressniveau über den Tag beobachten — eingreifen, bevor die Überlastung den kritischen Punkt erreicht — vorhersehbare Routinen und sensorisch angenehme Umgebungen schaffen

Nach einem Meltdown empfinden viele Betroffene starke Scham und Erschöpfung — auch das braucht Verständnis, keine Bewertung.

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