Was ist eine saisonale Depression?
Die saisonale Depression (SAD — saisonal-affektive Störung) ist eine Form der Depression mit klarem jahreszeitlichem Muster — sie verschlechtert sich meist im Herbst und Winter bei weniger Sonnenlicht und bessert sich im Frühling und Sommer.
Die saisonal-affektive Störung (SAD) ist eine Unterform der Depression mit klarem jahreszeitlichem Muster. Depressive Episoden beginnen typischerweise im Herbst-Winter und klingen im Frühling-Sommer ab.
Typische Symptome der SAD (leicht abweichend von der klassischen Depression): Hypersomnie (übermäßiges Schlafbedürfnis), gesteigerter Appetit mit starkem Verlangen nach Kohlenhydraten, Gewichtszunahme, ausgeprägte Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung — zusätzlich zu den üblichen Depressionssymptomen.
Hauptursache: die verringerte Sonnenlichtmenge an kürzeren Tagen. Das beeinflusst den zirkadianen Rhythmus und kann den Serotoninspiegel senken sowie die Melatoninproduktion erhöhen — das löst bei anfälligen Menschen depressive Symptome aus.
Behandlung: Lichttherapie (Exposition gegenüber künstlichem Licht hoher Intensität, 10.000 Lux, für 20–30 Minuten am Morgen) ist die Erstlinienbehandlung — mit einer Wirksamkeit, die bei SAD mit Antidepressiva vergleichbar ist. Antidepressiva (SSRI) sind ebenfalls wirksam. Die Kombination hilft bei schwereren Verläufen.
Häufigkeit in Deutschland: Da Deutschland in nördlicheren Breiten liegt und deutliche Unterschiede in der Tageslichtdauer über das Jahr hat, ist die SAD hier vergleichsweise häufig — besonders in den lichtärmeren Wintermonaten.
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