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Was ist eine generalisierte Angststörung (GAS)?

Die generalisierte Angststörung ist gekennzeichnet durch übermäßige, anhaltende und schwer kontrollierbare Sorgen zu vielen Lebensbereichen — nicht nur zu bestimmten Situationen. Die Sorge ist unverhältnismäßig und geht mit körperlichen Symptomen einher.

Die generalisierte Angststörung (GAS) gehört zu den häufigsten Angststörungen — sie betrifft im Laufe des Lebens etwa 3–6 % der Bevölkerung. Ihr zentrales Merkmal: übermäßige, schwer kontrollierbare Sorgen zu vielen Themen (Beruf, Gesundheit, Familie, Finanzen, Zukunft), die mindestens sechs Monate anhalten.

Unterschied zu „einfach ängstlich sein": Die Sorge bei GAS steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Wahrscheinlichkeit des Problems, ist nur sehr schwer zu kontrollieren, selbst wenn die Person erkennt, dass sie übertreibt, und geht mit körperlichen Symptomen einher — Muskelverspannung, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Schlafproblemen.

Die „generalisierte" Natur: Anders als bei spezifischen Phobien (Angst vor Spinnen, vor dem Fliegen) oder sozialer Angst (Angst vor sozialen Situationen) „wandert" die Sorge bei GAS — löst sich ein Problem, findet die Angst ein anderes Thema. Die Sorge ist der Mechanismus, nicht der Inhalt.

Behandlung: Die KVT bei GAS setzt vor allem am Umgang mit Unsicherheit an (dem zentralen Mechanismus), außerdem an kognitiver Umstrukturierung und Entspannungsverfahren. Die Evidenz ist solide. SSRI und SNRI zeigen belegte Wirksamkeit als Ergänzung. Die Kombination aus Psychotherapie und Medikation erzielt bei mittelschweren bis schweren Verläufen bessere Ergebnisse als jede Maßnahme allein.

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