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Depression

Warum treten ADHS und Depression häufig gemeinsam auf?

Die Kombination von ADHS und Depression ist sehr häufig. Sie kann eine Folge unbehandelten ADHS sein, auf gemeinsamen genetischen Faktoren beruhen oder durch überlappende Symptome entstehen. Die Behandlung muss beide Störungen berücksichtigen.

Schätzungsweise 20–30 % der Menschen mit ADHS haben zusätzlich eine Depression — und der Zusammenhang kann unterschiedliche Formen annehmen:

Depression als Folge von ADHS: Jahre voller Schwierigkeiten, wahrgenommener Misserfolge, geringem Selbstwertgefühl und dem Gefühl, das nicht zu schaffen, was anderen gelingt, schaffen einen Nährboden für Depression. Wird ADHS angemessen behandelt, bessert sich oft ein Teil der depressiven Symptomatik.

Zurückweisungsempfindlichkeit (Rejection Sensitive Dysphoria, RSD): ein für ADHS spezifisches Phänomen — eine intensive, schnelle emotionale Reaktion auf wahrgenommene Zurückweisung oder Kritik, die kurzen, intensiven depressiven Episoden ähneln kann.

Gemeinsame genetische Faktoren: ADHS und Depression überschneiden sich genetisch — manche Menschen haben eine biologische Veranlagung für beide unabhängig voneinander.

Schwierige Differenzialdiagnose: Beide haben überlappende Symptome (Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaf, Motivation, Energie). Depression kann ADHS überdecken und umgekehrt. Die richtige Reihenfolge von Diagnose und Behandlung ist wichtig.

Behandlung: Die Behandlung muss beide Erkrankungen berücksichtigen. Antidepressiva, die auch bei ADHS Evidenz zeigen (wie Bupropion), können hilfreich sein. Stimulanzien gegen ADHS können die Depression indirekt verbessern, indem sie das Funktionieren im Alltag erleichtern. Eine KVT für beide Störungen gemeinsam ist mit erfahrenen Therapeuten möglich.

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