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Autismus

Was ist sensorische Empfindlichkeit bei Autismus?

Autistische Menschen verarbeiten sensorische Reize oft deutlich intensiver oder abgeschwächter als neurotypische Menschen. Leise Geräusche können ohrenbetäubend wirken, für andere erträgliche Texturen können körperlichen Schmerz auslösen.

Die sensorische Empfindlichkeit — oder abweichende sensorische Verarbeitung — gehört zu den verbreitetsten und einflussreichsten Merkmalen des Autismus und tritt bei der großen Mehrheit autistischer Menschen auf.

Überempfindlichkeit (übermäßige Verarbeitung): — Auditiv: normale Geräusche (Hintergrundlärm, laute Stimmen, bestimmte Tonhöhen) verursachen Schmerz oder starke Überlastung — Taktil: bestimmte Stoffe, unerwartete Berührung, Kleidungsetiketten verursachen Unbehagen oder Schmerz — Visuell: Leuchtstoffröhren, visuell überladene Umgebungen, Bewegung am Bildrand verursachen Ermüdung und Überlastung — Olfaktorisch: Gerüche, die andere kaum wahrnehmen, können unerträglich sein — Gustatorisch: bestimmte Texturen oder Geschmäcker können Übelkeit auslösen

Unterempfindlichkeit (verminderte Verarbeitung): — Schmerz: Schmerz nicht in normaler Intensität zu spüren — was gefährlich sein kann — Propriozeption: Schwierigkeiten, die Position des eigenen Körpers im Raum zu spüren — was zu intensivem Bedürfnis nach Druck oder Bewegung führen kann — Vestibulär: Schwindel weniger stark zu spüren — kann zu ausgeprägter Freude an intensiver Bewegung führen

Auswirkungen auf den Alltag: Umgebungen, die die meisten Menschen problemlos aushalten, können für autistische Menschen tatsächlich unerträglich sein — Einkaufszentren, laute Schulen, bestimmte Stoffe. Das beeinträchtigt Teilhabe und Wohlbefinden und sollte ernst genommen werden.

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