Depressions-Test: Reflexionsfragen
Diese Reflexionsfragen helfen dir, typische Anzeichen von Depression bei dir zu prüfen. Sie ersetzen keine Diagnose, können aber ein wichtiger erster Schritt sein, um zu entscheiden, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.
Wichtig: Dies ist eine Selbsteinschätzung zur Orientierung, keine medizinische Diagnose. Nur eine qualifizierte Fachperson kann Depression diagnostizieren.
Erkennst du dich wieder?
Beantworte die Fragen ehrlich mit dir selbst. Je mehr dieser Aussagen dauerhaft auf dich zutreffen und dich im Alltag beeinträchtigen, desto eher lohnt sich eine fachliche Abklärung.
- ☐Fühlst du dich häufig traurig, leer oder hoffnungslos?
- ☐Hast du das Interesse oder die Freude an Aktivitäten verloren, die dir früher Spaß gemacht haben?
- ☐Fühlst du dich die meiste Zeit müde oder energielos, selbst wenn du dich ausruhst?
- ☐Hast du Schwierigkeiten beim Schlafen (Schlaflosigkeit oder frühes Aufwachen) oder schläfst du übermäßig viel?
- ☐Hattest du deutliche Veränderungen des Appetits (viel weniger oder viel mehr essen)?
- ☐Hast du Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren, dich an Dinge zu erinnern oder Entscheidungen zu treffen?
- ☐Fühlst du dich wertlos, schuldig oder wie eine Last für nahestehende Menschen?
- ☐Hast du das Gefühl, dich langsamer zu bewegen oder zu sprechen als sonst, oder spürst du eine Unruhe, die du nicht unterdrücken kannst?
- ☐Hast du dich sozial zurückgezogen — vermeidest du Freund:innen, Familie oder Aktivitäten, die du früher wahrgenommen hast?
- ☐Hast du das Gefühl, dass die Zukunft hoffnungslos ist oder sich die Dinge nicht verbessern werden?
- ☐Hast du wiederkehrende Gedanken an den Tod, den Wunsch, nicht mehr hier zu sein, oder daran, dir selbst zu schaden?
- ☐Beeinträchtigen diese Gefühle deine Arbeit, dein Studium oder deine Beziehungen?
Der Weg zur Diagnose
1. Selbstbeobachtung
Notiere über ein paar Wochen, wie sich deine Stimmung, dein Schlaf und dein Antrieb entwickeln. Das hilft im Gespräch.
2. Fachliche Abklärung
Ein vollständiges klinisches Gespräch mit Psychotherapie oder Psychiatrie grenzt Depression von anderen Ursachen ab.
3. Behandlung
Bei bestätigter Diagnose: Psychotherapie, bei Bedarf Medikamente und begleitende Strategien — abgestimmt auf dich.
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Kostenlos testenHäufige Fragen
Kann dieser Test Depression diagnostizieren?
Nein. Diese Reflexionsfragen sind eine Selbsteinschätzung und dienen als Ausgangspunkt. Die Diagnose von Depression erfordert ein vollständiges klinisches Gespräch mit einer qualifizierten Psychiaterin oder einem qualifizierten Psychiater bzw. einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. Nur eine Fachperson kann Depression von Trauer, Dysthymie, bipolarer Störung oder anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen unterscheiden.
Hat Depression eine wirksame Behandlung?
Ja. Depression ist eine der am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Die Kombination aus Psychotherapie (besonders KVT) und Antidepressiva, wenn indiziert, hat eine Ansprechrate von 70-80 %. Regelmäßige körperliche Bewegung hat ebenfalls solide wissenschaftliche Evidenz als Ergänzung. Mit angemessener Behandlung verbessert sich der Zustand der meisten Menschen deutlich.
Was ist der Unterschied zwischen Traurigkeit und Depression?
Traurigkeit ist ein normales Gefühl, meist an bestimmte Ereignisse gebunden und vorübergehend. Depression ist anhaltend (2+ Wochen), nicht notwendigerweise an ein Ereignis gebunden und geht mit weiteren Symptomen einher wie Verlust der Freude an früher geschätzten Aktivitäten (Anhedonie), Erschöpfung, Veränderungen von Schlaf und Appetit, Konzentrationsschwierigkeiten und in schweren Fällen Gedanken an den Tod.
Was tun bei Gedanken an den Tod?
Ruf sofort die Telefonseelsorge an: 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr, auch per Chat unter telefonseelsorge.de). Bei unmittelbarer Gefahr wende dich an die nächste Notaufnahme oder wähle den Notruf 112. Diese Gedanken sind ein Symptom der Erkrankung — keine Realität. Mit Behandlung vergehen sie. Du verdienst jetzt Unterstützung.