Angst-Test: Reflexionsfragen
Diese Reflexionsfragen helfen dir, typische Anzeichen von Angst bei dir zu prüfen. Sie ersetzen keine Diagnose, können aber ein wichtiger erster Schritt sein, um zu entscheiden, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.
Wichtig: Dies ist eine Selbsteinschätzung zur Orientierung, keine medizinische Diagnose. Nur eine qualifizierte Fachperson kann eine Angststörung diagnostizieren.
Erkennst du dich wieder?
Beantworte die Fragen ehrlich mit dir selbst. Je mehr dieser Aussagen dauerhaft auf dich zutreffen und dich im Alltag beeinträchtigen, desto eher lohnt sich eine fachliche Abklärung.
- ☐Fühlst du dich häufig nervös, ängstlich oder angespannt?
- ☐Hast du Schwierigkeiten, deine Sorgen unter Kontrolle zu halten?
- ☐Machst du dir gleichzeitig Sorgen über viele verschiedene Dinge?
- ☐Fällt es dir schwer, dich zu entspannen, selbst wenn du freie Zeit hast?
- ☐Fühlst du dich unruhig oder "als würdest du gleich platzen"?
- ☐Wirst du leicht gereizt oder verlierst schnell die Geduld?
- ☐Spürst du Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich?
- ☐Hast du Schwierigkeiten einzuschlafen wegen Gedanken oder Sorgen?
- ☐Vermeidest du Situationen aus Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte?
- ☐Hast du Herzklopfen, Atemnot oder ein Erstickungsgefühl in ängstlichen Momenten?
- ☐Nimmst du Probleme vorweg, bevor sie eintreten, und wirst dadurch ängstlich?
- ☐Beeinträchtigt die Angst deine Arbeit, dein Studium oder deine Beziehungen?
Der Weg zur Diagnose
1. Selbstbeobachtung
Notiere über ein paar Wochen konkrete Situationen, in denen dich die Anzeichen beeinträchtigen. Das hilft im Gespräch.
2. Fachliche Abklärung
Psychotherapie oder Psychiatrie führt ein ausführliches Gespräch und nutzt validierte Fragebögen zur Einordnung der Symptome.
3. Behandlung
Bei bestätigter Diagnose: Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie und bei Bedarf Medikamente — abgestimmt auf dich.
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Kostenlos testenHäufige Fragen
Ersetzt dieser Test eine ärztliche Diagnose?
Nein. Diese Reflexionsfragen dienen nur zur ersten Orientierung. Eine Diagnose einer Angststörung stellt eine Fachärztin oder ein Facharzt für Psychiatrie bzw. eine psychologische Psychotherapeutin durch ausführliche Gespräche und validierte Instrumente.
Hat Angst eine wirksame Behandlung?
Ja. Die KVT (Kognitive Verhaltenstherapie) ist die Behandlung mit der stärksten wissenschaftlichen Evidenz für Angststörungen, mit einer Besserungsrate von 50-75 % der Patient:innen. Häufig kombiniert mit Medikation (SSRI oder SNRI). Mit angemessener Behandlung verbessert sich der Zustand der meisten Menschen mit Angst deutlich.
Was tun, wenn viele der Aussagen zutreffen?
Suche eine Abklärung bei einer Psychotherapeutin, einem Psychotherapeuten oder einer Psychiaterin bzw. einem Psychiater. Die Terminservicestelle (Tel. 116117) hilft bei der Suche nach einem Ersttermin. Bis dahin können Atemtechniken und die App Ausgeglichener Geist im Alltag unterstützen.
Ist Angst eine Schwäche oder behandelbar?
Angst ist keine Schwäche — es ist eine neurobiologisch begründete Erkrankung mit bekannten Mechanismen und wirksamen Behandlungen. Hilfe zu suchen ist eine Entscheidung für die eigene Gesundheit, kein Zeichen von Schwäche. Mit der richtigen Behandlung verbessert sich der Zustand der großen Mehrheit der Menschen mit Angststörungen deutlich.