Angst · Überblick

Arten von Angststörungen

Angststörungen sind nicht alle gleich. Sie unterscheiden sich darin, was die Angst auslöst und worauf sie sich richtet. Ein Überblick über die häufigsten Formen hilft, die eigenen Beschwerden einzuordnen und gezielt Hilfe zu suchen.

Die häufigsten Formen

Generalisierte Angststörung (GAS)

Anhaltende, übermäßige Sorge über viele Lebensbereiche — Arbeit, Gesundheit, Familie — ohne konkreten Anlass, an den meisten Tagen über Monate.

Panikstörung

Wiederkehrende, plötzliche Panikattacken mit heftigen Körpersymptomen und der Angst vor der nächsten Attacke.

Soziale Angststörung

Intensive Angst, bewertet oder blamiert zu werden, mit Vermeidung sozialer Situationen.

Spezifische Phobien

Ausgeprägte Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer Situation — Höhe, Spritzen, Tiere, Fliegen.

Agoraphobie

Angst vor Orten oder Situationen, aus denen eine Flucht schwierig wäre — Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, weite Plätze.

Trennungsangst

Übermäßige Angst vor der Trennung von Bezugspersonen — nicht nur im Kindes-, auch im Erwachsenenalter möglich.

Angst verstehen und regulieren

Mente Equilibrada bietet geführte Atmung, Gedankentagebuch und Stimmungs-Check-ins, um Angstmuster zu erkennen und zu regulieren. Kostenlos im Browser.

Kostenlos testen

Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich die Angststörungen?

Sie unterscheiden sich vor allem im Auslöser und im Fokus der Angst: Die generalisierte Angststörung sorgt sich diffus um vieles, die soziale Phobie um Bewertung, die Panikstörung um körperliche Symptome und die spezifische Phobie um ein konkretes Objekt. Oft treten mehrere gleichzeitig auf.

Kann man mehrere Angststörungen gleichzeitig haben?

Ja, das ist sogar häufig. Ebenso treten Angststörungen oft zusammen mit Depression auf. Eine sorgfältige Diagnostik klärt, welche Formen vorliegen und wie sie behandelt werden.

Werden alle Angststörungen gleich behandelt?

Die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition ist bei fast allen Angststörungen die wirksamste Methode, wird aber an die jeweilige Form angepasst. Bei Bedarf ergänzen Medikamente (meist SSRI) die Therapie.

Wann ist Angst eine Störung?

Angst ist normal und schützt uns. Zur Störung wird sie, wenn sie übermäßig stark ist, ohne echte Gefahr auftritt, lange anhält und den Alltag deutlich einschränkt.